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Heft 91 »körpermaße« erschienen

Im März 2025 ist das aktuelle Heft 91 »körpermaße« erschienen!
Im Thementeil, herausgegeben von Cornelia Aust (Düsseldorf), widmen sich die Beitragenden Vorstellungen von Körpern und Körperlichkeit vor allem im 18. und 19. Jahrhundert. Sie untersuchen, wie die Wahrnehmung und Vermessung von Körpern zur Herstellung von geschlechtsspezifischen und rassistischen Differenzkategorien genutzt und Körpereigenschaften dadurch essenzialisiert wurden.

Im Mittelteil stellen Alina Strmljan und Anna Jungmayr Überlegungen zum Umgang mit dem Wiener Lueger-Denkmal zur Debatte; in der Rubrik Werkstatt wirft Romuald Valentin Nkouda Sopgui einen neuen Blick auf eine koloniale Fotosammlung aus Kamerun und Lucy Debus und Lisa Hellriegel führen ein Gespräch über die Zusammenarbeit bei ihren Forschungen zu einem Hamburger KZ-Außenlager unter feministischer Perspektive.
Im Besprechungsteil hat sich Maximilian Jung für die Expokritik das neue Museum Zwangsarbeit im Nationalsozialismus in Weimar angesehen. Schließlich stehen wie üblich ab sofort alle elf Rezensionen zum download bereit.

zum Heft 91

Heft 92 »prekäres wissenschaften« erscheint im Herbst 2025

Im Thementeil des kommenden Hefts, herausgegeben von Joëlle Weis (Trier) und Tobias Winnerling (Düsseldorf), geht es in vergleichender Perspektive um Machtgefälle und Machtmissbrauch sowie häufig daraus resultierende Prekarität in universitären und wissenschaftlichen Kontexten seit dem Mittelalter. Vor dem Hintergrund der aktuellen Diskussion über die Schattenseiten des akademischen Systems beleuchten die Beiträge die historische Spezifität, Bedingtheit und Tradition des Wissenschaftens in ungesicherten Verhältnissen.

Der Mittelteil bietet unter anderem einen Werkstatt-Beitrag von Daniel Gerster, der sich mit radikal rechten Praktiken der Raumaneignung in Deutschland nach 1945 befasst, und ein Interview, das Jochen Lingelbach mit Manuela Bauche über die neue Ausstellung »Wissenschaft und Unrecht« am Erinnerungsort Ihnestraße der FU Berlin geführt hat.

Stellungnahme

Die Herausgeber*innen der Zeitschrift WerkstattGeschichte sehen sich anlässlich der öffentlichen Auseinandersetzungen um den Gaza-Israel-Konflikt an der FU-Berlin, der HU Berlin und anderen Hochschulen und vor allem der Berichterstattung darüber zu einer Stellungnahme veranlasst.

Wir verurteilen die verleumderischen Darstellungen in einzelnen Presseerzeugnissen und die persönliche Diffamierung gegenüber Wissenschaftler*innen, die sich für Meinungsfreiheit und Freiheit der Wissenschaft eingesetzt haben. Die Kolleg*innen, auch aus unserem Kreis, haben gerade nicht im aktuellen politischen Konflikt Position bezogen, sondern für eine sachliche Diskussion geworben.

Dem schließen wir uns an. Einzig eine sachlich fundierte Debatte kann sinnvoll zu einer lösungsorientierten Meinungsbildung beitragen. Auseinandersetzungen um Ursachen, Kontexte und Folgen der aktuellen Konflikte müssen wissenschaftlich gegründet sein.

Eingriffe in die freie Meinungsbildung verbieten sich damit von selbst.

Die Mitgliederversammlung des Vereins für kritische Geschichtsschreibung

Berlin, 25.5.2024

Freier Zugang zu allen Beiträgen bereits nach 12 Monaten

Wir haben uns gemeinsam mit dem transcript Verlag entschieden, alle Beiträge der veröffentlichten Ausgaben der WERKSTATTGESCHICHTE ab sofort bereits nach einem Jahr kostenfrei auf unserer Internetseite zugänglich zu machen – nicht mehr wie bisher erst nach zwei Jahren.

Black Lives Matter: Hefte & Texte zu Rassismus & Kolonialismus

Wir haben Beiträge, Film- und Expokritiken und einige Rezensionen zu den Themen Rassismus und Kolonialismus zusammengestellt, die in den vergangenen drei Jahrzehnten in WERKSTATTGESCHICHTE erschienen sind.

zur Zusammenstellung